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Brennpunktkarte: Studentische Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt

16.11.2013

Anteil der Studierenden an der Einwohnerzahl

Anteil der Studierenden an der Einwohnerzahl

Bundesweit gibt es 22 Hochschulstandorte, in denen der Anteil der Studierenden, gemessen an der Einwohnerzahl, über 15 % liegt (Studierendenzahlen für das Wintersemester 2012/13). Hier stellen die Studierenden eine Einwohnergruppe mit einer erhöhten Bedeutung für den lokalen Wohnungsmarkt dar.

Die Karte bildet vier wesentliche Indikatoren ab:

1. Über die Farbe der Kreise wird der Anteil der Studierenden an der Einwohnerzahl in den 15 deutschen Hochschulstandorten mit einem Anteil von über 15 % dargestellt.

2. Die Größe der Kreise bildet die Einwohnerzahl der Hochschulstädte ab.

3. Darüber hinaus sind die Neu- und Wiedervermietungsmieten (Angebotsmieten nettokalt) im ersten Halbjahr 2012 in € pro m2 über die Färbung der Landkreise und kreisfreien Städte dargestellt (ausschließlich Landkreise mit Hochschulen). Dabei kennzeichnet eine rote Färbung Angebotsmieten von über 8,00 € pro Quadratmeter und dunkelbraune von über 6,00 € pro Quadratmeter.

4. Als vierter Indikator weist die schraffierte Signatur alle Landkreise und kreisfreien Städte aus, in denen die Unterbringungsquote in Studentenwohnheimen unter 10 % liegt (Wohnheimplätze im Verhältnis zur Studierendenzahl).

Bei der Interpretation der Karte ergibt sich zunächst folgendes Bild:

Mit Ausnahme von Greifswald und Kaiserslautern sowie der sehr kleinen Hochschulstandorte Wildau, Goslar (Clausthal), Mittweida (Freiberg) und Ilmenau, liegen in allen Hochschulstandorten mit über 15 % Anteil der Studierenden die Angebotsmieten über 6 Euro pro Quadratmeter. Mit 16 der 22 Hochschulstandorte trifft dies also auf annähernd ¾ der Städte, in denen die Studierenden eine bedeutende „Einwohnergruppe“ repräsentieren, zu.

In neun dieser 22 Städte treffen hohe Studierendenanteile sogar auf Angebotsmieten von über 8 Euro pro Quadratmeter. Darunter fallen Potsdam, Münster, Jena, Mainz, Darmstadt, Erlangen, Heidelberg, Regensburg und Tübingen.

In Potsdam und Darmstadt sind die Studierenden zudem mit einer Unterbringungsquote von unter 10 % konfrontiert, was die problematische Wohnungsmarktsituation für einen für die beiden Städte nicht unerhebliche „Einwohnergruppe“ weiter verschärft.

Stichwort(e): Alle Artikel, Beiträge, Statistiken, Thematische Karten

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